Nachbericht: „Walk for Freedom“ setzt weltweit ein Zeichen gegen Menschenhandel

Oct 14 2017Futureminded Group

Berlin – Mit dem „Walk for Freedom“ setzten am Samstag knapp 400 Menschen in Berlin ein Zeichen gegen Menschenhandel. Die lange Reihe schwarz gekleideter, schweigender Teilnehmer wollte so auf die rund 40 Millionen Opfer moderner Sklaverei weltweit aufmerksam machen. Während die Schlange durch die Innenstadt zog, verteilte ein Helferteam Flyer an Passanten. Neben dem Berliner „Walk for Freedom“ fanden in 16 weiteren deutschen Städten sowie weltweit in 50 Ländern insgesamt 600 Walk-Events statt. Anlass für den Lauf ist der jährliche Europatag gegen Menschenhandel am 18. Oktober.

Initiiert wird der globale “Walk for Freedom“ von der Menschenrechtsorganisation A21, die sich seit über 9 Jahren weltweit gegen Menschenhandel einsetzt. Laut aktuellen UN-Schätzungen leben rund 40 Millionen Menschen in modernen Formen von Sklaverei – ein Viertel davon sind Kinder. Aber nur ein Prozent der Opfer wird bislang jemals gerettet. „Moderne Sklaverei und Zwangsprostitution gibt es auch in Deutschland, nicht nur in fernen Ländern. Darauf wollen wir aufmerksam machen und gleichzeitig Spenden sammeln, um den Opfern konkret zu helfen“, erklärt Maria Salazar de Sousa von Futureminded, dem diesjährigen Walk-Veranstalter in Berlin.

Christine Caine, A21-Gründerin, sagt: „Wir sind absolut davon überzeugt, dass Sklaverei zu unseren Lebzeiten abgeschafft werden kann. Beim „Walk for Freedom“ können wir alle unsere Füße gebrauchen und Schritte tun, um einen Unterschied zu machen.“ Alle Walk-Veranstalter unterstützen dieses Ziel. „Wir wollen uns für die Rettung und Wiederherstellung von Menschen, die wie Waren gehandelt und ausgebeutet werden, einsetzen“, sagt Maria Salazar de Sousa.

Über A21

A21 setzt sich gegen Menschenhandel ein und ist eine globale Non-Profit-Organisation mit zwölf Büros weltweit. Die Arbeit von A21 basiert auf einer 4-Säulen-Strategie, die dem „Palermo- Protokoll“ der Vereinten Nationen entnommen ist: Prevention (Prävention: Aufmerksamkeit und Bildung), Protection (Schutz: sichere Unterkünfte und Übergangswohnungen für Opfer), Prosecution (Strafverfolgung: rechtliches Vorgehen gegen Täter) und Partnership (Kooperation mit Regierungsbehörden, Polizei und lokalen Einrichtungen). Weitere Informationen: www.a21.org.